| Über Netsuke
Netsuke (gesprochen "Nets-kie") waren im alten Japan zugleich Gebrauchsgegenstand und Kunstobjekt. Es handelt sich um geschnitzte kleine Figuren, die als Knebel dazu dienten, Gegenstände am Kimono, dem traditonellen japanischen Gewand, zu befestigen.
Der Ursprung der Netsuke verliert sich im Dunkeln, die erste Kenntnis von ihnen besitzt man durch zeitgenössische Zeichnungen des 17. Jahrhunderts. Ursprünglich verwendete man Wurzelholz und andere Naturgegenstände als Netsuke (NE = Wurzelholz, TSUKE = anhängen).
Im Laufe der Zeit kamen verschiedene Materialien in Mode. Neben Elfenbein und Holz nutzte man auch Porzellan, Metalle und Lack.
Die Motive sind vielfältig. Neben den 12 chinesisch-japanischen Zodiac-Tieren gibt es viele Figuren, die ihren Ursprung in Mythen, Legenden, historischen Begebenheiten, religiösen und auch erotischen Erzählungen haben. Auch kuriose Darstellungen und humoristische Naturbeobachtungen sind beliebte Motive.
Oft besitzen die Netsuke gerundete Formen, so daß sie wie Handschmeichler wirken.
Sie haben zwei Löcher für eine Kordel, an der am anderen Ende ein kleiner Behälter für Gegenstände des täglichen Gebrauchs befestigt wurde (sog. Inrô).
Heutzutage sind Netsuke begehrte Sammelobjekte. Da der Handel mit Netsuke aus Elefanten-Elfenbein verboten ist, bietet Artport Berlin eine preisgünstige Alternative: Netsuke aus Mammut-Elfenbein, nach alten Vorlagen gefertigt.
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